Benziner: der Allrounder für die meisten
Modern, leise, einfach wartbar. Für Wenigfahrer (unter 15.000 km/Jahr) und Stadtfahrer oft die günstigste Gesamtlösung. Kein Wertverlustrisiko durch mögliche Fahrverbote. Nachteile: Höherer Verbrauch als Diesel auf langen Strecken. Emissionen höher als Diesel und Elektro.
Diesel: lohnt sich für echte Vielfahrer
Ab ca. 20.000–25.000 km/Jahr, vor allem auf der Autobahn, rechnet sich der Diesel: 4–5 l/100 km statt 6–7 l beim Benziner. Diesel-Partikelfilter und Euro-6-Norm: moderne Diesel sind sauber. Achtung: Dieselverbote in manchen Innenstädten (Mailand, Paris, z.T. deutsche Städte) prüfen. Für Kurzstreckenfahrer: nicht geeignet (DPF-Probleme).
Vollhybrid (z.B. Toyota): das Stadtauto
Ein Vollhybrid (HEV) wie der Toyota Corolla kombiniert Benzin- und Elektromotor ohne externe Lademöglichkeit. Der Akku lädt sich beim Fahren und Bremsen. Im Stadtverkehr bis zu 30 % Ersparnis, da oft rein elektrisch gefahren wird. Auf der Autobahn: kaum Vorteil. Für Stadtpendler ohne Lademöglichkeit: die beste Wahl ohne Ladestress.
Plug-in-Hybrid (PHEV): nur mit echter Ladedisziplin
Ein PHEV hat einen großen Akku (40–80 km elektrische Reichweite) und lädt extern. Klingt ideal – ist es aber nur, wenn man tatsächlich regelmäßig lädt. Wer einen PHEV nicht lädt, fährt einen schwereren Benziner mit schlechterem Verbrauch. Firmenwagen-Steuervorteile (0,5 % statt 1 %) machen den PHEV für Dienstfahrer interessant.
Elektroauto (BEV): die beste Wahl für Heimlader
Wer zu Hause laden kann, hat die niedrigsten Betriebskosten: ca. 3–5 €/100 km. Keine Ölwechsel. Weniger Bremsenverschleiß (Rekuperation). Für Alltagsfahrten bis 200–300 km: kein Problem. Herausforderung: lange Urlaubsfahrten ohne Planung. Öffentliche Schnellladenetzwerke werden besser, sind aber noch nicht überall zuverlässig.